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Schmores on Tour: Von Cairns nach Brisbane

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Nach Melbourne ist bekanntlich vor Melbourne. Und dazwischen kann man jede Menge anderes sehen. Wie zum Beispiel Cairns, einer kleinen Stadt im Nord-Osten Australiens. Hier sollte unser Australien-Abenteuer so richtig beginnen, mit dem Campervan quer durch das Land. Nach einer recht warmen Nacht in einem sehr niedlichen Backpackerhostel, von denen die Stadt nur so wimmelt, nahmen wir unser Wohnmobil für die nächsten 10 Tage in Empfang. Von einem Deutschen, wohl gemerkt.

Diese scheinen sich in Australien, trotz der gefährlichsten Tiere der Welt, sehr heimisch zu fühlen. Das Wohnmobil, welches er noch auf Vordermann gebracht hatte, war Top in Schuss und bot angeblich bis zu 6 Personen Unterkunft. Wir, nur zu Dritt, hatten schon ein wenig Schwierigkeiten, denn das Gepäck musste ja auch noch irgendwie mit. Wie zum Geier soll das Ganze dann mit 6 Personen klappen? Wie dem auch sei. Zu dritt war es genau richtig und unsere Abenteuer-Tour gen Süden konnte losgehen. Doch ehe wir die richtige Richtung einschlagen konnten, teilte der deutsche Auswanderer uns noch mit, wir sollten doch noch weiter gen Norden in den nahgelegenen Regenwald fahren. Regenwald in Australien? Jupp. Der Daintree Rainforest befindet sich ca. 100 Kilometer nördlich von Cairns und bietet neben seinem Nationalpark jede Menge wunderschöner Naturschauspiele an.

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Bei Daintree kann man auf einer kleinen Fähre rüber in den Regenwald fahren. Hier muss man achtgeben, nicht auf Schlangen oder sonstigen Viechern zu treten. Die wunderschön anzuschauenden Buchten könnten auch Salzwasser Krokodile beherbergen, auch hier ist einfaches springen ins Wasser verboten. Nicht zuletzt auch wegen der giftigen Quallen. So schön Australien auch ist, so gefährlich ist es dort auch. Obwohl wir keines der giftigen Tierchen gesehen haben, haben wir uns lieber an die Regeln gehalten. Auf einem nahegelegenen Campingplatz, bei dem wir direkt am Fluss campierten, genossen wir den schönen Sonnenuntergang und die klangvolle Natur, dessen Geräuschkulisse wahnsinnig vielfältig ist. Wer direkt vor Ort ist, sollte sich die Flussfahrt mit einem waschechten Ranger nicht entgehen lassen. In einem kleinen Metall-Boot ging es hinaus auf den Fluss, um die einheimischen Krokodile zu suchen. Gefunden haben wir wohl zwei, wobei diese auch einfache Baumstämme mit Augen hätten sein können. Der Ranger gab sich alle Mühe zu erklären, was an Fauna und Flora vor Ort so besonders sei, nur leider sprach er ein regelrechtes australisches Kauderwelsch, welches wir leider nur sehr schwer verstanden. Ein Original eben.

Am nächsten Tag fuhren wir dann endlich Richtung Süden, denn das Great Barrier R(ief). Ich konnte es nicht erwarten. Ein lang gehegter Traum sollte sich bald erfüllen: Einmal Tauchen am Great Barrier Reef. Doch erst ließen wir uns in Airlie Beach nieder, auf einem Campingplatz voller Kakadus, die uns neugierig beäugten. Dort war es einfach herrlich, sodass wir beschlossen, ganze drei Tage zu bleiben. Währenddessen genossen wir nicht nur das tolle Grillwetter, sondern auch die schönen Strände der Whitsunday Islands. Wir buchten direkt bei der Campingplatz Verwaltung zwei Touren. Die erste führte uns direkt an den Whitehaven Beach, eines der schönsten Strände. Das türkiseste Wasser und der weißeste Sandstrand erwartete uns. Doch auch hier ging Sicherheit vor und so schmiss ich mich in den Stinger-Anzug, um sicher ins Wasser gehen zu können. Auch wenn die Quallen-Saison noch nicht richtig begonnen hatte, sollte man sein Glück ja nicht unbedingt herausfordern. Andere waren da wagemutiger. Doch ich finde, der Anzug macht einen schlanken Fuß, oder was meint ihr? 🙂

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Nach ein paar Runden im Wasser, fragte mich mein Schätzelein, ob wir einen kleinen Spaziergang am Strand machen würden. Klar, bei der herrlichen Aussicht. So gingen wir also gemütlich Richtung Bucht. Was mich da erwarten würde, kann ich auch heute noch nicht fassen. Nach einer kleinen romantischen Rede über Traumstrände und seiner Traumfrau, kniete er sich doch tatsächlich vor mich hin und holte den schönsten Ring der Welt aus der Tasche. Fragte er mich gerade wirklich, ob ich seine Frau werden würde? Ja, wirklich! Ich war hin und weg. Selbstverständlich sagte ich ja. Ein unvergesslicher Moment und ich konnte mir das Grinsen für die nächsten Stunden nicht mehr aus dem Gesicht schrauben. Unser Freund war natürlich eingeweiht und der erste Gratulant. Auf der Rückfahrt mit der Fähre genehmigten wir uns zur Feier des Tages einen schlechten Weißwein in Mini-Format, aber das konnte die Stimmung keineswegs trüben. Der perfekte Antrag an einem perfekten Ort. Liebe Herren, falls ihr noch nach romantischen Orten für Anträge sucht, hier ist es genau richtig.

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Nach einer kleinen privaten Grillparty auf dem Campingplatz, schliefen wir seelig ein. Denn am nächsten Tag sollte das Abenteuer noch weiter gehen, bei einem Tauchgang am Great Barrier Reef. Ich malte mir die tollsten Szenarien aus. Nemo-Fische, vielleicht ein kleiner Hai. Definitiv aber jede Menge wunderschön leuchtender Riffe. Doch leider spielte das Wetter nicht ganz mit. In der Nacht regnete es, sodass die Sicht im Wasser etwas trüb war. Eine gute Übung aber leider keine Farbexplosion unter Wasser. Ich war ein wenig enttäuscht. Nichtsdestotrotz ein schönes Erlebnis. Und auch mein Schätzelein wagte sich an seinen ersten Tauchgang. Nach ein paar kleinen Snacks mit dem wohl schrägsten Kapitän der Welt, der nur mit einem Schuh bekleidet in Seebären-manier auf dem Deck herumlief, ging es auch schon zur nächsten Station unserer Schiffstour. Auf einer kleinen Insel wollten wir uns Malereien der Aborigines anschauen. Der Weg hinauf zu den Höhlen war wegen der Hitze etwas beschwerlich, aber unsere Truppe schaffte es und wurde mit spannender Geschichte belohnt.

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Leider hieß es schon allzu bald weiterziehen, denn die Zeit war knapp. Mit unserem Wohnmobil fuhren wir weiter, über die unendlichen Strassen Australiens bis nach Hervey Bay, wo die kleine Insel Fraser Island darauf wartete, erkundet zu werden. Petrus meinte es gut mit uns, denn die heftige Gewitterfront zog immer vor uns her und hinterließ frisches, saftiges Land. So war auch die Tour nach Fraser Island für unseren Allrad-Bus einfacher zu meistern, denn die Gefahr in den losen Sand der Insel einzusinken war kaum gegeben. Unser Tourguide, wieder ein deutscher Auswanderer, erklärte uns, dass Fraser Island die größte Sandinsel der Welt sei und seit 1992 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehöre. Die faszinierenden Mangrovensümpfe beherbergten tausende von Zikaden, die uns mit ihrem Gesang fast Taub machten. An einer anderen Stelle ließen sich ein paar Dingos blicken. Sie schienen die Menschen gewöhnt und beachten uns kaum, auf der Suche nach Fressbarem. An einem Süßwassersee, dem Lake McKenzie durften wir sogar ohne Schutzanzüge baden. Einfach paradiesisch. Doch hier war auch Vorsicht geboten, denn der See diente den Aborigines als Wasserquelle. Nach einer erfrischenden Abkühlung fuhren wir weiter an einen Strand, der neben einem Wrack auch mehrere Zuflüsse zum Meer, in denen man sich ein wenig Abkühlung verschaffen konnte.

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An einem besonders flachen Abschnitt landet auch gern mal ein Kleinflugzeug, das Touristen zu einem Inselflug abholt. Wer hier nicht aufpasst, kann schnell einen Kopf kürzer werden. Zum Glück konnte ich gerade noch rechtzeitig aus dem Weg springen. Natürlich nicht ohne vorher ein Bild zu machen. 🙂 Nach diesem Abenteuer, dem letzten auf unserer Camping-Tour, erwartete uns Brisbane, wo wir unser Wohnmobil abgaben und eine Nacht im Backpackerhostel verbrachten. Hier erwartete uns ein wenig frischeres und regnerischeres Wetter. Ein guter Abschluss einer erfolgreichen Tour. Nach einem netten Spaziergang durch die Stadt, freuten wir uns schon auf den nächsten Morgen, denn da sollte es endlich nach Sydney gehen. Der Stadt, in der mein Schätzelein ein Jahr gelebt hat und nach der er sich so sehnte. Ich konnte es nicht erwarten. Aber dazu mehr im nächsten Reisebericht.

Weitere Impressionen:

Mone
Ich bin Simone, gebürtige Hamburgerin mit portugiesischen Wurzeln und blogge schon seit 2008. Angefangen hat es mit einem Reiseblog, den ich für meine Zeit als Model in China aufgesetzt habe, da ich keine Lust hatte ständig tausende von Postkarten zu schreiben. So konnte ich meine Freunde und Familie stets auf dem Laufenden halten. Wieder zurück in Deutschland ging es mit verschiedenen Themen weiter: Autos, Backen, Familie und natürlich auch weiterhin das Reisen. Meine große Leidenschaft ist aber das Thema Auto. Ungewöhnlich als Frau, ich weiß. Aber so bin ich nunmal: Ein bisschen anders mit einem Klacks Sahne! ;) Viel Spaß beim Lesen meines Blogs!
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1 comment
  • Chillax: Glamping am Schliersee – amoremotion
    Jun 29, 2018 (13:49)

    […] Untersatz lässt sich ja ein gewisser Komfort, auch Glamping genannt, herstellen. Schon in Australien hatten wir ein nettes Wohnmobil und fuhren die Westcoast runter. Dabei hatten wir so viel Spaß, […]

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