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Küss die Hand, wunderschönes Wien!

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Wart ihr schon mal in Wien? Für mich war es Ende April das erste Mal und ich war wahnsinnig gespannt, da ich die kaiserliche Weltstadt schon immer mal besuchen wollte. Schon vor ein paar Jahren hatte mein Mann mir einen Gutschein für eine romantische Kutschfahrt (Fiaker-Fahrt) geschenkt und diesen wollte ich nun endlich einlösen. Da auch wir als Eltern mal ein bisschen Zeit für uns brauchen, haben wir unseren Kleinen kurzerhand bei seinen Großeltern gelassen und sind für 3 Tage nach Wien geflogen. Unser Hotel, das Hotel Capri, ist ein kleines schickes Hotel im 2. Wiener Bezirk und nur wenige Gehminuten vom Stephansplatz und Prater gelegen. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet und erzählt etwas über Wien. Das Frühstücksbüffet ist reichhaltig, wienerisch und sehr lecker.

Ein Wiener Melange, bitte!

Noch am Ankunftstag machten wir uns zu Fuß in die Innenstadt um uns den „Vienna Pass“ für 80€ p.P. für zwei Tage zu kaufen. Das ist eine Sightseeingkarte die es ermöglicht, fast alle Sehenswürdigkeiten und den Hop on / Hopp off Bus kostenfrei und vor allem ohne Wartezeit zu nutzen. Ein detailliertes Guidebook hilft bei der Planung. Dieser Pass ist absolut zu empfehlen, denn in Wien MUSS man einfach die Museen und Schlösser besuchen und wenn man alles einzeln bezahlt, kostet es einfach deutlich mehr. Außerdem steht man nicht stundenlang in der Warteschlange. Es lohnt sich also gleich in doppelter Hinsicht, besonders an Wochenenden. Nachdem wir also den Vienna Pass gekauft hatten, gönnten wir uns unser erstes Wiener Melange, was eigentlich nur Kaffee mit aufgeschäumter Milch ist. Das weltberühmte Café Sacher war dafür leider völlig überfüllt, also gingen wir ins neben an gelegene Mozart Café, welches genauso wienerisch aussah.

Cafe_Mozart_Wiener_Melange

Am nächsten Tag hatten wir beschlossen, mit dem Hop on/off Bus eine Schloss-Besichtigung zu machen. Da wir traumhaftes Wetter hatten, starteten wir mit dem Garten von Schloss Schönbrunn.

Wiener Apfelstrudel

Der weitläufig angelegte Schlossgarten beinhaltet noch einen Tiergarten, Labyrinth und eine Orangerie. Will man alles sehen, muss man viel Zeit mitbringen. Wir besuchten so nur noch das Schlossinnere und erfuhren viel über die Geschichte von den einstigen Bewohnern. Im Anschluss stärkten wir uns noch im schlosseigenen Café (die Wiener können ja nicht ohne) und gingen anschließend in die Apfelstrudel-Show. Die konnte ich mir als passionierte Bäckerin ja nicht entgehen lassen. Dort erfährt man nicht nur das Geheimnis eines guten Wiener Apfelstrudels, sondern wird, wenn man seine Klappe zu weit aufreisst wie ich, direkt zum Backen verdonnert. Das Schöne ist aber, dass man hinterher ein Zertifikat bekommt was einen als offizielle und königliche „Wiener Apfelstrudelbäckerin“ ausweist. Der vorstehende Bäcker sah wohl meine Back-Erfahrung und hat mich nach der Show direkt noch auf einen richtigen Kurs, der am Abend stattfinden sollte, eingeladen. Aus Mangel an Zeit musste ich diesen aber leider ablehnen, fühlte mich aber sehr geschmeichelt. Beim nächsten Mal dann. 😉

Nach der kleinen zuckersüßen Stärkung ging es wieder mit dem Hopp on/off Bus zum Schloss Belvedere. Dort gibt es auch jede Menge geschichtliches zu erfahren und vor allem ist dort das berühmte Bild von Gustav Klimt „Der Kuss“ ausgestellt.

Wir haben euch das einmal ganz emanzipiert nachgestellt:

Gustav Klimt Der Kuss

Fiaker-Fahrt

Nach dieser geballten Ladung Geschichte bekam ich endlich meine romantische Kutschfahrt durch Wien. Hätte mein Mann mich nicht schon vor Jahren gefragt, ob ich ihn heirate, DAS wäre die perfekte Gelegenheit gewesen. Also, meine Herren, merkt es euch, falls ihr entsprechendes plant und keine Ahnung habt, wie ihr es anstellen sollt.

Fiaker Kutschfahrt in Wien

Dort heißt die Kutschfahrt ja „Fiaker-Fahrt“ und die Fahrer erzählen ein wenig über Wien, wenn man das möchte.

Und natürlich gilt es auch in Wien (vielleicht sogar ganz besonders): Sehen und gesehen werden. Unser folgte eine ganze Weile ein Audi R8 mit interessanter Folierung. Natürlich musste ich das sofort fotografieren, denn Autos sind ja neben Reisen und Backen eine weitere große Leidenschaft von mir.

Aud R8 in leuchtend roter Folierung

Der Fahrer schien ganz erpicht darauf auch ja gesehen zu werden, denn er fuhr noch ein paar Mal an uns vorbei. Bei der Farbe dürfte ihm das Ausfallen aber auch nicht schwer gefallen zu sein. Danach wurden wir vom Kutscher ins Café Diglas geschickt, um ein typisches Wiener Schnitzel zu essen. Doch vorher mussten wir warten, bis sein Pferdchen sein Geschäftchen verrichtet hat. Ja auch ein Pferd muss mal Pipi. 😉

Hmmm, Wiener Schnitzel!

Dann aber endlich durften wir unser Schnitzel mit Kartoffelsalat genießen und was soll ich sagen, es ist einfach mega lecker und obwohl es so viel aussieht, ist die Portion gut zu schaffen. Ein leckeres Gläschen Weißwein dazu und fertig ist der perfekte Wiener Abend. Puh, ich bekomme jetzt schon Hunger wenn ich das sehe!

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Prater. Zu Fuß keine 10 Minuten von unserem Hotel entfernt, genoßen wir die Aussicht aus dem Riesenrad und witzelten im angrenzenden Madam Tussauds mit den ausgestellten Figuren. Mein Mann war noch nie in einem drin und dank Vienna Pass mussten wir auch nichts extra zahlen.

Das Sisi-Museum in Wien

Nach der Tour sind wir noch ins Sisi-Museum und in die Kaiserliche Schatzkammer. Beides lohnt sich insofern nur, wenn man wirklich auf die Geschichte der Habsburger, insbesondere der Kaiserin Sisi steht. Da ich die Filme rauf und runter gesehen habe, war das ein absolutes Muss für mich. So erfuhr ich noch weitere Insights und besonders, dass in den Filmen alles geschönt dargestellt wurde. Man erfuhr, dass die Kaiserin nach ihrem 30. Lebensjahr nicht mehr fotografiert werden wollte, um als schöne und makellose Frau in die Geschichte einzugehen. Was sie ja auch geschafft hat. Das Mythos „Sisi“ fasziniert auch heute noch viele Menschen. Achtung Spoiler: Dass sie zu dem eine sehr eitle und egozentrische Frau gewesen sein soll, wusste ich bis dato noch nicht. Auch, dass ihre Liebe zu Kaiser Franz eher recht einseitig gewesen sei. Sie habe ihn gemocht, aber die unsterbliche Liebe, die z.B. im Film so aufgebauscht wurde, gab es nicht. Zudem war sie eine der wenigen Frauen, die in der Zeit als höchst emanzipiert galt und als hervorragende Dressur-Reiterin. Alles in einem eine sehr faszinierende Frau mit einer wahnsinnig spannenden Lebensgeschichte. Ein Besuch lohnt sich also absolut. Die königliche Schatzkammer beinhaltet neben unschätzbaren Schmuckstücken auch viele Uniformen und Kirchen-Insignien. Interessant, aber besser wird es, wenn man sich einen Audio-Guide gönnt. Das gilt für alle Museen, denn nur so erfährt man spannende Insights über die ausgestellten Gegenstände.

Als letztes mussten wir nur noch eines tun: Eine Sachertorte in Wien essen. Gesagt, getan. Wer die schokoladige Torte kennt weiß, wie reichhaltig sie ist. Wir haben uns also eine geteilt und waren entsprechend voll am Ende.

Wiender_Sacher_Torte

Abends haben wir uns noch ein lauschiges Restaurant gesucht und ein kleines Abendessen zu uns genommen, dann war es auch gut mit den ganzen leckeren Naschereien und mit dem Herumlaufen. Wir haben in drei Tagen viel gesehen und doch hat es bei weitem nicht ausgereicht, alles anzuschauen. Will man sich noch das Kunsthistorische und Naturhistorische Museum anschauen, braucht man mindestens noch ein oder zwei Tage extra. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wie es so schön heißt. Wir kommen sicher wieder, dann werden wir auch bestimmt wieder im Hotel Capri residieren. Ob unsere Nachbarn, die während unseres gesamten Aufenthaltes das „Bitte nicht stören“ Schild an der Tür hängen hatte, noch immer da sind? Vielleicht werden wir es erfahren, oder auch nicht. 😉

Am Wochenende werde ich auf jeden Fall mal das Wiener Apfelstrudel Rezept ausprobieren und in Erinnerungen schwelgen. Küss die Hand!

Simone
Ich bin Simone, gebürtige Hamburgerin mit portugiesischen Wurzeln und blogge schon seit 2008. Angefangen hat es mit einem Reiseblog. Jetzt schreibe ich über verschiedene Themen: Autos, Backen, Familie und natürlich auch weiterhin das Reisen.
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