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Jaguar: Auf die Katze gekommen

{unbezahlte Werbung wegen Markennennung} Wenn die Queen ruft, hat man folge zu Leisten. Ganz ähnlich ist es, wenn Jaguar Land Rover zu einem Autotest einlädt. Auch hier folgt man und zwar Pronto! Leider ging es nicht in die Metropole an der Themse, aber immerhin nach Mendig in Rheinland-Pfalz, wo man aber auf der Rennstrecke des abgelegenen Flughafens genauso viel Spaß mit einem Jaguar XJ oder dem legendären Jaguar XE SV Project 8 mit stolzen 600 PS. Wer es ein bisschen englischer brauchte, konnte auch mit einem der eleganten Oldtimer aus Zeiten der Queen Mum fahren. Die wollte Zeit ihres Lebens kein anderes Fahrzeug mehr fahren, als ihrem XJ 12 S1 Vanden Plas Saloon, der vor Ort im Hangar ausgestellt war.

Zuviel Bling Bling

Nach einer kurzen Stärkung gingen die ersten Testfahrten los. Mein erstes Fahrzeug war ein Jaguar XJ 30d LWB in Fallaron Black. Wenn man jetzt das typische Fauchen eines Jaguars erwartet wurde ein bisschen enttäuscht. Der Diesel ist eher was für die gemütliche Fahrt über Land, wobei auch er gut davon zischt, wenn man ihn nur genug durchtritt. Aber ein wenig fehlte mir das „Grrr“ dann doch. Wo war das nur hin? Dafür bot das Fahrzeug jede Menge Luxus und Spielereien wie zum Beispiel, dass der Schaltknauf beim Anlassen des Motors automatisch hochfährt. Aber wer, Bitteschön, hat sich denn die ganzen Chrom-Details in der Mittelkonsole ausgedacht? Bei Sonnenschein blendet das wie verrückt. Ok, die Briten kennen nur Regenwetter und konnten ja nicht ahnen, dass in Mendig strahlender Sonnenschein bei knapp 27 Grad sein würde. Aber Frau weiß sich ja zu helfen: Handtasche drauf und weiter ging es. Zum Glück konnte das restliche Interieur das erhitze Gemüt beruhigen: Softgrain-Ledersitze mit Diamanten- oder Rautenmusterung in Ebony oder Ivory sowie Kopfstützen mit eingeprägtem Jaguar Springer sorgen für hohen Sitzkomfort.

Optische Akzente setzen neben XJ50-Einlagen in den beleuchteten Einstiegsleisten und an den Türinnenseiten eine XJ50-Prägung auf der Mittelarmlehne, ein Drive Selector mit silberfarbigen Applikationen, Schaltwippen in Silber, eine Pedalerie aus Edelstahl und Dekorelemente in Gloss Shadow Walnut. Bei 99.000 Euro gab es aber auch unter der Haube mehr, als das kleine Fauchen des Motors erst vermuten ließ. Das vom bewährten 3,0-Liter-V6-Turbodiesel mit 221 kW (300 PS) angetriebene Jubiläums-Modell basiert auf der Ausstattungslinie Premium Luxury, die jedoch auf einmalige Weise um Elemente des XJ Portfolio und die diamantgedrehten schwarzen 20-Zoll-Felgen mit fünf Doppelspeichen des XJ R-Sport ergänzt wird. Neben XJ50-Emblemen am Heck und auf den seitlichen Luftauslässen verraten ein schwarzer Frontgrill und die vom Portfolio entlehnten Stoßfänger die Jubiläums-Edition. 

Happy Birthday, Jaguar!

So kann man es sich gut gehen lassen. Aber irgendwie fehlte mir das Fauchen. Beim Tausch der Fahrzeuge schnappte ich mir also den „mächtigsten XJ aller Zeiten“: den XJR 575. Schon beim Anlassen des Motors wusste ich, DA ist das Fauchen hingekommen. Alter Schwede, oder sollte ich sagen, alter Brite! 575 PS, von 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden und bis zu 300 km/h: DAS musste ich natürlich ausprobieren, wenn allein schon der Sound des Motors für Gänsehaut sorgte. Wrooom Wroooom, Baby! Kein Wunder kommt der sowohl mit normalen wie langem Radstand erhältliche XJR575 sogar als Renntaxi auf der Nürburgring-Nordschleife zum Einsatz. Allein die Farbe sagte alles: „Velocity Blue“, da muss das Fauchen gerade zu mit eingearbeitet sein. Zu den für ihn maßgeschneiderten Exterieur-Teilen zählten auch eine Heckspoilerlippe, breitere und ausgestellte Türschweller, Luftauslassöffnungen auf der Motorhaube und größere Einlassöffnungen in der Frontschürze und exklusive 20’’ Felgen mit fünf Doppelspeichen, glänzend Schwarz sowie rot lackierte Bremssättel. So muss ein Geburtstagskind aussehen und sich vor allem anhören.

Das Gefühl wurde nur von der Fahrt im Jaguar XE SV Project 8 übertroffen. Die erste Runde durfte ich selbst ran. Die zweite Runde drehte ich mit einem Fahrprofi. Der dachte wohl, dass ich als Vertreterin des zarten Geschlechtes seinen rasanten Fahrstil nicht unbeschadet überstehe. Ich belehrte ihn eines besseren, als ich noch eine Runde drehen wollte. Er war sichtlich überrascht. 😀 Eine weitere kurze Fahrt mit einem Land Rover SVR konnte den Adrenalin-Pegel in meinem Blut sogar noch erhören. Bleibt ja zum Glück in der Familie, auch wenn es eigentlich um den Jaguar ging.

AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Der nächste Tag war zum Entspannen gedacht. Da ich noch nie am Nürburgring gewesen bin, war ich doppelt so aufgeregt, denn wer mich kennt weiß, dass ich auf Oldtimer stehe. Ein lieber Bloggerkollege, der mit mir vor Ort war, konnte mir sogar zu fast jedem Fahrzeug etwas erzählen. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und genoß den Tag sehr. Hoffentlich war es nicht das letze Mal, dass ich dort sein durfte.

Meinen ausführlichen Fahrbericht könnt ihr übrigens auch hier nachlesen: Jaguar Land Rover – Mit Schirm, Charme und viel PS

Bilder: Simone Amores & Jaguar Land Rover

Simone
Ich bin Simone, gebürtige Hamburgerin mit portugiesischen Wurzeln und blogge schon seit 2008. Angefangen hat es mit einem Reiseblog. Jetzt schreibe ich über verschiedene Themen: Autos, Backen, Familie und natürlich auch weiterhin das Reisen.
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